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Duralin Leichtmetall GmbH Sachsen: Balkonbau-Spezialist in gerichtlicher Sanierung
Stollberg: Das Amtsgericht Chemnitz hat am 12. Mai 2026 ein vorläufiges Insolvenzverfahren für die Duralin Leichtmetall GmbH Sachsen angeordnet. Der regionale Spezialist für Aluminiumkonstruktionen war vor allem durch die hohe finanzielle Belastung aufgrund einer Kredittilgung in die Krise geraten.
Im Rahmen des nun eingeleiteten vorläufigen gerichtlichen Sanierungsverfahrens soll der Betrieb neu und zukunftsfähig aufgestellt werden. Dazu wurde Rechtsanwalt Thomas Beck von der Kanzlei Beck Rechtsanwälte zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Wir haben die Mitarbeiter und Kunden des Unternehmens bereits vor Ort über die aktuelle Lage informiert. Die wichtigen Stakeholder stehen hinter dem Unternehmen und der angestoßenen Sanierung. Das sind gute Voraussetzungen, um bei dem Aluminiumspezialisten zu einer tragfähigen Lösung zu gelangen.
Grundpfeiler der Sanierung stehen
Weitere zentrale Weichen wurden im Verfahren ebenfalls bereits gestellt: Der Geschäftsbetrieb läuft trotz der vorläufigen gerichtlichen Sanierung uneingeschränkt weiter. Die Kunden werden wie gewohnt bedient. Zudem sind die Löhne und Gehälter der 21 Mitarbeiter durch das Insolvenzgeld für die Monate April, Mai und Juni abgesichert. Daneben verfügt der Stollberger Balkon-Experte über einen soliden geschäftlichen Kern. Die Arbeit bei uns geht ohne Unterbrechung weiter.
Der vorläufige Insolvenzverwalter prüft derweil die aussichtsreichsten Hebel, um den Betrieb schnellstmöglich neu aufzustellen und für die Mitarbeiter und die Region zu erhalten. Dabei ist die Entschuldung über einen Insolvenzplan ebenso auf dem Tisch wie eine übertragende Sanierung an einen Co-Investor. Unterstützt wird das Unternehmen daneben durch Rechtsanwalt Stefan Wackwitz von der Rechtsanwaltskanzlei Wackwitz. Der Experte steht dem Betrieb in insolvenzrechtlichen Fragen zu Seite und hat auch beim Insolvenzantrag unterstützt. Ronny Baar von der ABG Consulting-Partner GmbH & Co. KG begleitet die Neuaufstellung mit seinem Team daneben kaufmännisch.
Hohe Kredittilgung setzte Liquidität unter Druck
Die Marke Duralin® blickt bereits auf eine mehr als sechzigjährige Tradition zurück. Der sächsische Standort wurde 1994 gegründet. Zum Leistungskatalog des Aluminium-Spezialisten gehören vor allem Balkonkonstruktionen, Geländer, Trennwände und ähnliche Produkte. Dabei gelang es dem Unternehmen auch im schwierigen Marktumfeld der letzten Jahre, das geprägt war von der trüben Baukonjunktur, hohen Rohstoff- und Energiepreisen sowie Kaufzurückhaltung und Verunsicherung, stets ausreichend Aufträge ins Haus zu holen. Die momentane Schieflage ist daher auch hauptsächlich auf die hohen Tilgungskosten zurückzuführen, die aus einer zurückliegenden Akquisitionsfinanzierung stammen. Die dadurch angespannte Liquiditätssituation ließ sich außergerichtlich in der gebotenen Eile nicht verbessern. Weshalb sich Geschäftsführer Petzold rechtzeitig und folgerichtig für den Antrag einer gerichtlichen Sanierung im Regelverfahren entschied.
Über die Duralin Leichtmetall GmbH Sachsen
Bereits 1962 wurde die Duralin Leichtmetall GmbH als Familienunternehmen in München gegründet. Das Unternehmen wuchs, weitere Standorte wurden eröffnet. Stollberg kam 1994 dazu. Der Betrieb fertigt Metallkonstruktionen aus Aluminium und bietet dabei Beratung, Planung und Konstruktion, Fertigung sowie Montage aus einer Hand. Die Produktpalette umfasst Balkonanlagen und -geländer, Überdachungen und Vordächer, Treppengeländer, Sichtschutzwände sowie Sonderkonstruktionen. Zu den Kunden zählen Bauträger, Wohnungsbau-Gesellschaften, Architekten und private Bauherren.
Kontakt:
Rechtsanwalt Thomas Beck
Beck Rechtsanwälte – Wirtschaftskanzlei
Königsbrücker Straße 31-33
01099 Dresden
Telefon: 0351-26441100
